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SKIBOB

Der Skibob – auch Snowbike genannt – ist ein technisch ausgereiftes einspuriges Sportgerät. Die Skipisten werden mit dem Skibob sitzend und immer mit angeschnallten Fußskiern befahren. Der Skibob besteht aus einem Rahmen, einer Sitzbank, einem Lenker, einem Vorder- und Hinterski und zwei Fußskiern. Bei Skibob Wettkämpfen dürfen nur einspurige Skibobs bei höchstens 2,3 m lichte Weite und bei 5 cm Toleranz und einem Höchstgewicht bis 23 kg plus 0,5 kg Toleranz verwendet werden. Der Fußski darf höchstens 0,55 m lichte Weite bei 5 cm Toleranz haben.

Die Bekleidung entspricht dem alpinen Skifahrer. Für ein optimales Beherrschen des Gerätes ist dessen richtige Höhe von wesentlicher Bedeutung. Im Sitzen sollte vom Knie bis zur Hüfte ein leicht ansteigender Winkel bestehen.

In Großbritannien heißt dieses Sportgerät Skibike und die Sportart auch Skibobbing.

Das Fahren mit einem Skibob ist eine seit 1892 betriebene Wintersportart.

John C. Stevens

Mit der fahrradähnlichen Konstruktion des Amerikaners John C. Stevens 1892 begann die Entwicklung des Skibobgerätes.Es gab in weiterer Folge viele unterschiedliche Bauweisen und Konstruktionen vom schweizerischen „Skivelo“ bis zum spanischen Schneevehikel, die als Vorstufen des heutigen Skibobs galten.

Engelbert Brenter

Als bahnbrechend galt jedoch die Konstruktion des Österreichers Engelbert Brenter aus Hallein, der am 10. März 1949 durch seinen sogenannten „Sitzski“ und die erstmalige Verwendung von Kurzskiern die Geburtsstunde des modernen Skibobsports einleitete. Dieses Modell basierte nicht mehr auf einer Abwandlung des Fahrrades, sondern auf der Grundlage des Skifahrens, womit erstmals das Schwingen und Gleiten möglich war.

Georg Gfäller sen

Georg Gfäller sen. Entwickelte ein Jahr später aus dem Prototyp von Ernst Reiß-Schmidt das später serienmäßig produzierte „Gfäller-Ei“.

1951 wurde die Bezeichnung „Skibob“ als Wintersportgerät amtlich registriert.

Im Jänner 1951 wurde das erste Skibobrennen der Welt vom WSV Kiefersfelden ausgetragen.

1961 wurde die FISB - Fédération Internationale de Skibob und am 18.6.1961 der österreichische Skibobverband mit Franz Hessenberger als ersten Verbandspräsidenten gegründet.Der Skibobsport wurde in wenigen Jahren weltweit bekannt. Es werden auf nationaler Ebene Staats- und Landesmeisterschaften und auf internationaler Ebene Weltcup, Weltmeisterschaften und FISB A Rennen in den Disziplinen SL, RSL, SG und Kombination durchgeführt.

TRANSPORT

Der Schlepplift wird auf die selbe Weise wie vom Skifahrer stehend benützt, mit dem Unterschied, dass der Skibob zwischen den Beinen mitgeführt wird. Eine Hand hält den Lenker, die andere befindet sich am Liftbügel. Am Sessellift wird der Skibob außen auf die Sesselarmlehne gehängt.

GRUNDHALTUNG AUF DEM SKIBOB

In lockerer Sitzstellung sind Oberkörper und Arme leicht gebeugt. Die Oberschenkelinnenseiten sollten stets mit der Sitzbank in Berührung sein.

Der Skibobfahrer kontrolliert seine Bewegungen und Richtungsänderungen durch Gewichtsverlagerung. Beim Schrägfahren auf der Piste werden Hüfte, Knie und Skibob zum Hang gedrückt, während der Oberkörper gerade bleibt.

Um eine Richtungsänderung (Kurve) vorzunehmen, wird der Skibob kurz entlastet und unter talseitigem Lenkerdruck auf die andere Seite geneigt.

Skibobfahren ist leicht erlernbar und schon nach wenigen Unterrichtsstunden, wenn Skineulinge noch am Babylift ihre ersten Schwünge üben, kann der Skibobfahrer bereits anspruchsvolle Pisten bewältigen. Dabei reicht die Bandbreite vom eher gemütlichen Familien- und Freizeitsport bis zum rennsportlichen Wettkampf.

Im Jahr 1954 findet das erste Skibobrennen der Welt in Obertauern statt. 1964 stellt Erich Brenter, der Sohn des Erfinders, den ersten Geschwindigkeitsweltrekord mit 166 km/h in Cervinia / Italien auf und findet damit Eingang ins Guinness Buch der Rekorde.

Von 1963 bis 1986 gab es Europameisterschaften, seit 1967 werden Weltmeisterschaften ausgetragen. Die meisten Sieger kommen aus der Schweiz, Österreich und in den letzten Jahren aus Tschechien. Auch deutsche Sportler bestiegen bereits mehrfach das Siegerpodium, vor allem im Zeitraum 1971 bis 1989.

Den Weitsprungweltrekord auf einer K 90 Schanze (Oberwiesenthal) hält seit 1992 Gerfried Seeber. Ausserdem ist der mehrfache Weltmeister der 1989 den Namen Snowbike kreierte auch Spitzenreiter in gefahrenen Weltcupsaisonen: seit 1981 mit einer Saison Pause (Wirbelzertrümmerung)bis heute noch im Spitzenfeld zu finden.

2007 Hermann Koch und Harald Brenter, der Enkel des Erfinders Engelbert Brenter, stellten am 22. März 2007 in Obertauern/Österreich einen Höhenweltrekord mit 107.400 vertical feet (32736 Höhenmeter) in 11 Stunden auf. Die Höchstgeschwindigkeit bei den 62 Abfahrten à 528 Höhenmeter des Tages betrug dabei 107 km/h. Als Weltrekordgerät benutzten die beiden ein 7 kg leichtes modernes Serien-Snowbike mit "Fullsuspension" und "Carvingski".

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